Idee

BlattBeton e.V. ist ein Verein, der gegründet wurde um nach sozialen und ökologischen Grundsätzen Urban Gardening in Münster zu betreiben. Wie in anderen Urban Gardening Projekten werden im Stadtraum gemeinschaftliche Gartenflächen als grüne Inseln geschaffen. Zu diesem Zweck wurde BlattBeton e.V. gegründet. BlattBeton e.V. möchte zur Auseinandersetzung mit Stadt und deren Nutzung anregen. Dazu wird in möglichst sichtbaren und zentralen Lagen durch Hochbeete eingeladen.

Ausgehend von einem zentralen „BlattBeton e.V.-Basisgarten“ sollen bedarfsorientiert an verschiedenen Stellen im öffentlichen Raum, auf Schulgeländen, Alterswohnsitzen, Geflüchtetenunterkünften und bei anderen möglichen Kooperationspartnern Pflanzstellen in Form von Hochbeeten geschaffen werden. Diese Pflanzstellen sollen ebenso wie der größere Basisgarten ökologisch, gemeinschaftlich und nachhaltig bewirtschaftet werden. Dies soll vorwiegend mit biologisch angebauten Nutzpflanzen wie Obst oder Gemüsesorten, alten, samenfesten, regionalen Sorten erreicht werden. Die Pflanzstellen werden in Eigenregie gestaltet und gebaut und sollen resiliente, nachhaltige Systeme bilden.
Eine „Biozertifizierung“ wird angestrebt.

Neben der nachhaltigen Gestaltung der Pflanzstellen versteht sich BlattBeton als ein integrativ, inklusiv intergenerativ arbeitender Verein. Es geht darum eine möglichst niedrigschwellige Gartengemeinschaft für alle Interessierten zu schaffen und insbesondere junge Menschen, Geflüchtete und Menschen aus allen Generationen zusammen zu bringen. Vielfalt wird von uns als Stärke wahrgenommen. Die Ernte aus den Gemeinschaftsgärten wird genauso gemeinschaftlich verarbeitet oder genutzt, wie sie erwirtschaftet wird. Idealerweise werden gemeinschaftlich Zubereitungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten aufgezeigt, erprobt und die Erzeugnisse zum Teil gemeinsam konsumiert.

Besonders die Integration von Geflüchteten in das Projekt ist uns ein Anliegen. BlattBeton e.V. bietet die Möglichkeit sich sinnvoll zu engagieren, auch wenn rechtliche Hürden oftmals den Zugang zum Arbeitsmarkt verwehren. Hierzu soll eine „Kooperation“ mit den Flüchtlingsheimen und den zuständigen Stellen und Sozialarbeitern stattfinden. Ähnliche Kooperationen sind mit Schulen, Seniorenwohnanlagen o.Ä. werden angestrebt.

Gemeinschaftsbildung, Austausch und Anwendung von Praxiswissen und somit die Erstellung und Bewirtschaftung der Gartenflächen sind der direkt raumwirksame und sichtbare Teil von BlattBeton e.V. Daneben ist das Projekt mit einem Bildungskonzept verknüpft. Alle BürgerInnen werden zum Wissenserwerb und Dialog aufgerufen. Es soll hierbei darum gehen, zum einen Wissen über den (biologischen) Anbau, alte, samenfeste und regionale Sorten zu vermitteln und auszutauschen. Des Weiteren geht es um die Vermittlung von Wissen zum Themenkomplex Nachhaltigkeit, Konsum, Ernährungssouveränität, Raumnutzung und die Bildung von Umweltwissen, -bewusstsein und ein Aufzeigen von nachhaltigen Handlungsoptionen. Die Teilhabe am Produktionsprozess von nachhaltig erzeugten Nahrungsmitteln fördert Umweltbewusstsein via selbst erlebtem Umwelthandeln.

Es können Patenschaften für Teile der gemeinschaftlichen Gartenflächen zum Beispiel für einzelne Hochbeete übernommen werden. Es kann hierbei auch um sinnstiftende Alternativen zur Lohn- bzw. Erwerbsarbeit, und um Formen der Selbstverwirklichung gehen. BlattBeton e.V. versteht sich als ein stetig wachsendes und sich ständig weiterentwickelndes Gemeinwohlprojekt.